Therapeut*innen leisten einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung. Daher dürfen und sollen sie auch während der Corona-Krise arbeiten.
Um das Risiko einer Ansteckung möglichst gering zu halten, werden die Hygienemaßnahmen in meiner Praxis erhöht. Ich werde Sie bei Terminvergabe telefonisch über die genauen Maßnahmen informieren.

Ich selbst befinde mich derzeit in der Ausbildung zur Dyskalkulietrainerin. Ab voraussichtlich Anfang 2021 werde ich neben meiner Arbeit als Ergotherapeutin auch als “Trainerin für Dyskalkulie und Rechenschwäche” tätig sein. Sie können mich bis dahin gerne bei Fragen zu Ihrem Schulkind (selbstverständlich kostenlos und unverbindlich) kontaktieren sowie auf die Warteliste setzen lassen.

Wenn Sie bei Ihrem Vorschulkind Schwierigkeiten im Bereich der mathematischen Vorläuferfertigkeiten (z.B. Zählen, Mengen vergleichen, Zahlen lesen) vermuten, ist möglicherweise Ergotherapie indiziert.
Bei Schulkindern behandeln Ergotherapeut*innen (ohne Zusatzausbildung) ledidlgich die mit einer Dyskalkulie einhergehenden Schwierigkeiten der Sinneswahrnehmungen und der Aufmerksamkeit, NICHT aber die Rechenschwierigkeiten an sich.

Ausgebildete Dyskalkulietrainer*innen in St. Pölten finden Sie beispielsweise hier:

Im Gegensatz zur Ergotherapie werden die Kosten für ein Dyskalkulietraining nicht von den Krankenkassen rückerstattet. Für finanzielle Unterstützung bei Bedarf eines Traninings empfehle ich den Verein SCRIBMETICUM.

Ergotherapeut*innen (ohne Zusatzausbildung) behandeln nicht die Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten eines Kindes mit Legastenie/Lese-Rechtschreibstörung. Sie können aber meist die damit einhergehenden bzw. verursachenden Faktoren behandeln.

Die individuellen Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben und/oder Rechnen von Kindern mit Legasthenie oder Dyskalkulie entstehen u.a. in Folge von andersartigen Sinneswahrnehmungen in den Bereichen:

–   Optische (visuelle) Differenzierung (= Unterscheidung)
–   Optische Serialität (= Reihenbildung)
–   Optisches Gedächtnis (= Merkfähigkeit)
–   Akustische (auditive) Differenzierung
–   Akustische Serialität
–   Akustisches Gedächtnis
–   Raumorientierung (= räumlich-visuelle Wahrnehmung)
–   Körperschema ( = Körperwahrnehmung)

Hinzu kommen Schwierigkeiten in der Aufmerksamkeit beim Lesen/Schreiben/Rechnen.

Schwierigkeiten in diesen Sinnesbereichen und der Aufmerksamkeit können von Ergotherapeut*innen begutachtet und anschließend trainiert werden.

Für das Training der Lese- und Rechtschreibleistungen bei Kindern mit Legasthenie oder Lese-Rechtschreibstörung (LRS) sind Legasthenietrainer*innen zuständig.

Ausgebildete Legasthenietrainer*innen in St. Pölten finden Sie beispielsweise hier:

Im Gegensatz zur Ergotherapie werden die Kosten für ein Dyskalkulietraining nicht von den Krankenkassen rückerstattet. Für finanzielle Unterstützung bei Bedarf eines Traninings empfehle ich den Verein SCRIBMETICUM.

Als Ergotherapeutin habe ich ein breites Spektrum an Wissen und Erfahrung in der Befundung von Entwicklungsauffälligkeiten. Viele Eltern kommen deshalb mit ihren Kindern lediglich zu einer Befundung zu mir. Dabei kann ich Ihnen im anschließenden Elterngespräch etwaige Problembereiche und die Stärken Ihres Kindes aufzeigen. Es ist also möglich, nur die Begutachtung und das anschließende Elterngespräch in Anspruch zu nehmen bzw. beim Elterngespräch zu entscheiden, ob eine Therapie stattfinden soll. In jedem Fall benötige ich einen Verordnungsschein bei der ersten Einheit.

Es gibt eine große Bandbreite an Schwierigkeiten, bei denen Ergotherapie sinnvoll und förderlich sein kann. Gerne können Sie mich diesbezüglich anrufen. Wenn Sie mir die Auffälligkeiten Ihres Kindes schildern, kann ich abwägen, ob Ergotherapie indiziert ist. Selbstverständlich entstehen Ihnen bei diesem Telefonat keine Kosten für Sie und es ist völlig unverbindlich!

Sofern Sie eine Chefärztliche Bewilligung bei der Krankenkasse, bei dem das Kind mitversichert ist, eingeholt haben, können Sie nach Beendigung der Therapie und Bezahlung der Kosten dafür, eine (Teil-)Rückerstattung bei Krankenkasse anfordern. Die Höhe der Refundierung variiert je nach Krankenkasse.

Bei Kindergartenkindern plane ich gerne jede Stunde zu einem anderen Thema, z.B. zu “Astronauten”. Je nach Zielsetzung mache ich mit dem Kind dann u.a. koordinative Astronautenaufwärmübungen bevor es raus auf den Mond geht, der als Parcours mit diversen Gleichgewichtsanforderungen aufgebaut ist, bei dem “Mondgestein” geholt und zielsicher in unser Raumschiff geworfen werden muss. Als motivierende “Hausübung” borge ich der Familie dann z.B. zum Feinmotoriktraining oder für die räumlich-konstruktiven Fähigkeiten ein Legoset bei dem ein Satellit nach Anleitung zusammen gebaut werden muss.

Bei Schulkindern gestalte ich die Stunden meist so, dass anfangs bei Tisch an den Zielen gearbeitet wird, z.B. am Schriftbild, der Feinmotorik oder an der Aufmerksamkeit. Zwischendurch findet ein Bewegungsspiel statt und danach wieder eine möglichst spielerische Übungssequenz. Geht es beispielsweise um die Geschicklichkeit der Finger, könnten wir mit allerhand Alltagsmaterialien so tun, als wären wir im Regenwald, wo ich allerhand Ideen habe, um liebe aber auch wilde Tiere zu basteln, zeichnen, auzuschneiden, zu füttern, und und und.

Ich bin stets bemüht, die einzelnen Aufgaben so anzupassen, dass das Kind zwar gefordert ist, es aber schaffen wird und dadurch ein Erfolgserlebnis und durch den spielerischen Charakter Spaß hat.

Die erste Therapiestunde mit Ihrem Kind erfolgt immer gemeinsam mit einem oder beiden Elternteilen. Ihr Kind soll sich bei mir sicher fühlen und Zeit haben mich kennen zu lernen, außerdem habe ich in der ersten Stunde einige Fragen (und Fragebögen) an Sie.

Nach den Begutachtungseinheiten findet ein Elterngespräch statt, zu dem beide Elternteile herzlich eingeladen sind.

Danach startet die Therapie. Jüngere Kinder fühlen sich manchmal wohler wenn ein Elternteil dabei ist, Schulkinder kommen oft lieber alleine, damit die Stunde “nur ihnen gehört” und sie “das alles eh schon ohne Mama und Papa dabei zu haben können”. Viele Elternteile wollen genau beobachten, wie Ihr Kind in der Therapie gefördert wird, anderen reicht es, wenn das Kind und ich im Anschluss daran berichten, was wir erarbeitet haben. Ich entscheide es daher immer individuell nach den Wünschen und Zielen der Familie.

Sämtliche TherapeutInnen stehen wie auch Ärztinnen und Ärzte unter einer Verschwiegenheitsverpflichtung nach dem MTD-Gesetz §11c. Lediglich die Krankenkasse, die/der zuweisende Ärztin/Arzt und in seltenen Fällen ein PatientInnenanwalt dürfen Informationen anfordern.

Wenn Sie jedoch möchten oder ich es als hilfreich erachten würde, dass ich mit mit anderen Institutionen oder Personen über Ihr Kind austausche (z.B. LehrerIn, KindergartenpädagogIn, andere Bezugsperson, andere TherapeutInnen des Kindes) können Sie mir schriftlich die Erlaubnis dazu erteilen.

Wenn statt Ihnen ein Angehöriger/eine Angehörige (z.B. Großeltern) mit dem Kind zur Therapie kommt, benötige ich von Ihnen – sofern Sie dies wünschen – ebenfalls die Erlaubnis, mich mit diesen über die Therapie auszutauschen.

Angaben ohne Gewähr!

Möglicherweise haben Sie einen Angehörigen, welcher Ihr Kind statt Ihnen zur Therapie bringen kann.

Falls dies nicht der Fall ist, können Sie mich gerne trotzdem kontaktieren. Ich kann Ihnen andere, sehr gute ErgotherapeutInnen, welche mit Kindern arbeiten, empfehlen, bei denen Sie anfragen können.

Leider kann ich Ihnen diese Frage nicht pauschal beantworten. Die Schwierigkeiten sind sehr individuell und die Behandlungserfolge hängen von vielen Faktoren ab (Motivation des Kindes, Lernfähigkeit, Alter, Beinträchtigungsgrad, komorbide Störungen, Alltagsanpassungen durch die Eltern, Anzahl der Ziele und vielen mehr). Teilweise reichen die Befundungseinheiten und das Elterngespräch aus, wenn nur geringe Schwierigkeiten festgestellt werden, welche durch gezieltes Üben der Eltern im Alltag gefördert werden können – in diesem Fall finden nach dem Elterngespräch keine weiteren Einheiten statt. In den meisten Fällen aber findet im Anschluss an die Befundung ein Therapieblock statt.

Gibt es mehrere Alltagsschwierigkeiten, werden üblicherweise mehrere Blöcke benötigt, welche entweder gleich direkt im Anschluss oder mit einer z.B. 3-monatigen Pause stattfinden.

Hinweis: Die Therapie muss nicht die gesamten verordneten 10 Einheiten stattfinden – sie kann jederzeit, beispielsweise bei Erreichung der Ziele oder wenn Sie aus einem anderen Grund die Therapie nicht mehr in Anspruch nehmen können/wollen, beendet werden. Es werden (sofern Sie vor der Therapie um eine Chefärztliche Bewilligung angesucht haben) in diesem Fall genau so viele Einheiten (teil-)rückerstattet, die auch geleistet wurden. So können Sie auch nach dem Elterngespräch das im Anschluss an 2-3 Einheiten Befundung durchgeführt wird, sich gegen eine weiterführende Therapie entscheiden.

Grundsätzlich ja. Wenn Sie für Ihr Kind mehrere Therapien (z.B. zusätzlich zur Ergotherapie auch Physiotherapie oder Logopädie) in Anspruch nehmen, entscheidet die Krankenkasse ob Sie eine Teilrückerstattung für beide Therapien erhalten. Erhalten Sie also eine Chefärztliche Bewilligung für beide Therapien, dann werden die Kosten beider Therapien teilweise rückerstattet.

Bei Angeboten bei denen die Krankenkasse keine Rückerstattung leistet (z.B. Musiktherapie, alternative Heilmethoden, etc.) können Sie natürlich mehrere gleichzeitig in Anspruch nehmen.

Dies kann in seltenen Fällen passieren. Gegen eine Ablehnung kann aber vorgegangen werden. Kontaktieren Sie mich bitte in diesem Fall, dann können wir das weitere Vorgehen besprechen!

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