Als Ergotherapeutin habe ich ein breites Spektrum an Wissen und Erfahrung in der Befundung von Entwicklungsauffälligkeiten. Viele Eltern kommen deshalb mit ihren Kindern lediglich zu einer Befundung zu mir. Dabei kann ich Ihnen im anschließenden Elterngespräch etwaige Problembereiche und die Stärken Ihres Kindes aufzeigen. Es ist also möglich, nur die Begutachtung und das anschließende Elterngespräch in Anspruch zu nehmen bzw. beim Elterngespräch zu entscheiden, ob eine Therapie stattfinden soll. In jedem Fall benötige ich einen Verordnungsschein bei der ersten Einheit.

Es gibt eine große Bandbreite an Schwierigkeiten, bei denen Ergotherapie sinnvoll und förderlich sein kann. Gerne können Sie mich diesbezüglich anrufen. Wenn Sie mir die Auffälligkeiten Ihres Kindes schildern, kann ich abwägen, ob Ergotherapie indiziert ist. Selbstverständlich entstehen Ihnen bei diesem Telefonat keine Kosten für Sie und es ist völlig unverbindlich!

Ergotherapeut*innen behandeln keine Legastenie/Lese-Rechtschreibstörung und auch keine Dyskalkulie/Rechenschwäche. Hierfür sind ausgebildete Legasthenie- bzw. Dyskalkulietrainer*innen zuständig.
Legasthenietrainer*in finden
Dyskalkulietrainer*in finden

Eine Ausnahme bilden Kindergarten- und Vorschulkinder sowie Erstklässler mit Schwierigkeiten im Zahl- und Mengenverständnis im 10er Raum: Diese Kinder werden in der Ergotherapie behandelt.

Davon abgesehen werden auch Kinder, welche (zusätzlich zur Legathenie/Dyskalkulie) beispielsweise räumlich-visuelle Wahrnehmungsverarbeitungsschwierigkeiten oder Aufmerksamkeitsprobleme haben, in der Ergotherapie dahingehend behandelt.

Sämtliche TherapeutInnen stehen wie auch Ärztinnen und Ärzte unter einer Verschwiegenheitsverpflichtung nach dem MTD-Gesetz §11c. Lediglich die Krankenkasse, die/der zuweisende Ärztin/Arzt und in seltenen Fällen ein PatientInnenanwalt dürfen Informationen anfordern.

Wenn Sie jedoch möchten oder ich es als hilfreich erachten würde, dass ich mit mit anderen Institutionen oder Personen über Ihr Kind austausche (z.B. LehrerIn, KindergartenpädagogIn, andere Bezugsperson, andere TherapeutInnen des Kindes) können Sie mir schriftlich die Erlaubnis dazu erteilen.

Wenn statt Ihnen ein Angehöriger/eine Angehörige (z.B. Großeltern) mit dem Kind zur Therapie kommt, benötige ich von Ihnen – sofern Sie dies wünschen – ebenfalls die Erlaubnis, mich mit diesen über die Therapie auszutauschen.

Angaben ohne Gewähr!

Sofern Sie eine Chefärztliche Bewilligung bei der Krankenkasse, bei dem das Kind mitversichert ist, eingeholt haben, können Sie nach Beendigung der Therapie und Bezahlung der Kosten dafür, eine (Teil-)Rückerstattung bei Krankenkasse anfordern. Die Höhe der Refundierung variiert je nach Krankenkasse.

Möglicherweise haben Sie einen Angehörigen, welcher Ihr Kind statt Ihnen zur Therapie bringen kann.

Falls dies nicht der Fall ist, können Sie mich gerne trotzdem kontaktieren. Ich kann Ihnen andere, sehr gute ErgotherapeutInnen, welche mit Kindern arbeiten, empfehlen, bei denen Sie anfragen können.

Leider kann ich Ihnen diese Frage nicht pauschal beantworten. Die Schwierigkeiten sind sehr individuell und die Behandlungserfolge hängen von vielen Faktoren ab (Motivation des Kindes, Lernfähigkeit, Alter, Beinträchtigungsgrad, komorbide Störungen, Alltagsanpassungen durch die Eltern, Anzahl der Ziele und vielen mehr). Teilweise reichen die Befundungseinheiten und das Elterngespräch aus, wenn nur geringe Schwierigkeiten festgestellt werden, welche durch gezieltes Üben der Eltern im Alltag gefördert werden können – in diesem Fall finden nach dem Elterngespräch keine weiteren Einheiten statt. In den meisten Fällen aber findet im Anschluss an die Befundung ein Therapieblock statt.

Gibt es mehrere Alltagsschwierigkeiten, werden üblicherweise mehrere Blöcke benötigt, welche entweder gleich direkt im Anschluss oder mit einer z.B. 3-monatigen Pause stattfinden.

Hinweis: Die Therapie muss nicht die gesamten verordneten 10 Einheiten stattfinden – sie kann jederzeit, beispielsweise bei Erreichung der Ziele oder wenn Sie aus einem anderen Grund die Therapie nicht mehr in Anspruch nehmen können/wollen, beendet werden. Es werden (sofern Sie vor der Therapie um eine Chefärztliche Bewilligung angesucht haben) in diesem Fall genau so viele Einheiten (teil-)rückerstattet, die auch geleistet wurden. So können Sie auch nach dem Elterngespräch das im Anschluss an 2-3 Einheiten Befundung durchgeführt wird, sich gegen eine weiterführende Therapie entscheiden.

Grundsätzlich ja. Wenn Sie für Ihr Kind mehrere Therapien (z.B. zusätzlich zur Ergotherapie auch Physiotherapie oder Logopädie) in Anspruch nehmen, entscheidet die Krankenkasse ob Sie eine Teilrückerstattung für beide Therapien erhalten. Erhalten Sie also eine Chefärztliche Bewilligung für beide Therapien, dann werden die Kosten beider Therapien teilweise rückerstattet.

Bei Angeboten bei denen die Krankenkasse keine Rückerstattung leistet (z.B. Musiktherapie, alternative Heilmethoden, etc.) können Sie natürlich mehrere gleichzeitig in Anspruch nehmen.

Dies kann in seltenen Fällen passieren. Gegen eine Ablehnung kann aber vorgegangen werden. Kontaktieren Sie mich bitte in diesem Fall, dann können wir das weitere Vorgehen besprechen!

Zu Informationen zum Impressum und Datenschutz [klicken Sie bitte hier].