Welche Kinder benötigen Ergotherapie?

Jedes Kind, welches Schwierigkeiten im Alltag hat, kann von Ergotherapie profitieren. Ziel der Ergotherapie ist, die Tätigkeiten die Ihrem Kind schwer fallen, die aber für seinen Alltag wichtig sind, zu verbessern oder zu ermöglichen. Für diese Tätigkeiten benötigt das Kind verschiedene Fähigkeiten. Die nachfolgende Liste gibt einen Überblick über Fähigkeiten, welche bei manchen Kindern (noch) nicht gut entwickelt sind, die durch die Ergotherapie aber gefördert und verbessert werden können:

 

Fähigkeiten im Bereich der körperlichen Entwicklung:

  • Grobmotorik = Geschicklichkeit des gesamten Körpers
    → Koordination, Gleichgewicht, Körperspannung, etc.

  • Feinmotorik = Geschicklichkeit der Finger
    → inkl. Händigkeitstestung: Ich führe bei Bedarf auch Testungen durch, ob Ihr Kind Links- oder Rechtshänder*in ist!

  • Grafomotorik = Malen und Schreiben
    → Stifthaltung, Malentwicklung, Schriftbild, Druckdosierung, etc.

  • Körperwahrnehmung
    → Spürsinn (taktil), Körperbewegungs-, -stellungs-, und -kraftsinn (propriozeptiv) und Gleichgewichtssinn (vestibulär)

 

Fähigkeiten im Bereich der kognitiven Entwicklung:

  • Konzentration

  • Merkfähigkeit

  • Räumlich-visuelle Fähigkeiten

  • Rechnen sowie sämtliche mathematische Vorläuferfertigkeiten
    → im Kindergartenalter: Zählen, Mengen vergleichen, Ziffern erkennen, etc.
    → als Dyskalkulietrainerin in Ausbildung behandle ich zusätzlich Kinder mit Rechenschwierigkeiten im Volksschulalter

 

Fähigkeiten im Bereich der sozial-emotionalen Entwicklung:

  • Verhalten gegenüber Erwachsenen und/oder anderen Kindern
    → Aggressivität, Verweigerung, provozierendes Verhalten, etc.

  • Arbeitshaltung
    → Ausdauer, Geduld, Gewissenhaftigkeit, Motivation, etc.

  • Selbstwertgefühl
    → Anstrengungsbereitschaft, Frustrationstoleranz, Unsicherheit

  • Arousal = Erregungsniveau
    → zu hohes Arrousal bei überdrehten Kindern oder zu niedriges Arrousal bei passiv-unmotivierten Kindern